Renteneintritt steigt so langsam, dass man jetzt einen Treppenlift dafür braucht
Der Ruhestand liegt nur noch drei Reformen weiter oben.

Das erfundene Institut für Bewegliche Zielmarken hat den Renteneintritt erstmals baulich geprüft. Ergebnis: Die Aussicht ist gut, der Aufstieg etwas lang. Beschäftigte erhalten deshalb künftig einen Treppenlift, der sie bequem bis zur nächsten Anpassung bringt.
Der Lift fährt nicht ganz nach oben. "Das wäre eine falsche Erwartungshaltung", erklärt Institutsleiter Dr. Theo Stufe. Sobald ein Fahrgast den Ruhestand fast erreicht, baut ein Montageteam zwei weitere Stufen ein. Der Lift wird dann als Erfolg der Barrierefreiheit bilanziert.
Besonders hilfreich ist die Fortschrittsanzeige. Sie zeigt nicht das Alter, sondern den Abstand zur jeweils aktuellen Regel. "Noch zwölf Jahre" steht dort seit vierzehn Jahren. Ein Softwarefehler sei ausgeschlossen: Das Gerät berechne lediglich die politische Realität.
In der obersten Etage wartet ein Liegestuhl. Er ist aus Kostengründen nicht beziehbar, darf aber als motivierendes Zielbild in Mitarbeitergesprächen verwendet werden.