Satire. Alles erfunden. Wirklich alles.
Bundesweiter Streik: Kugelschreiber legt Arbeit nieder, schreibt „nicht mehr“Mann mit Dreitagebart: „Rasierer ist nur ein Vorschlag“Kaffeemaschine ruft Notruf: „Ich werde nicht gewürdigt“Studie: Montag bleibt auch 2027 vor DienstagPflanze auf Fensterbank gesteht: „Ich habe nie gegossen werden wollen“Nachbar kündigt an, „kurz zu bohren“, bohrt bis SonntagSofa im Wohnzimmer mit sich selbst zufriedenNeue Umfrage: Mehrheit gegen Umfragen, aber nur knapp
Ausgabe Nr. 2 · 1.10.2026Preis: Ihre Zeit
Die Warheit

Wir schreiben, was stimmen könnte.

Politik · Satire

Rente mit 89: Arbeitgeber bietet schon mal Homeoffice auf dem Friedhof an

Der Laptop hält durch. Der Mitarbeiter ist noch in Prüfung.

Von der Redaktion Die Warheit · 01.10.2026
Satire: Handlung, Figuren, Ämter und Zitate sind frei erfunden. Der reale Nachrichtenanlass steht gesondert im Quellenkasten. KI-Illustration, kein Foto eines tatsächlichen Ereignisses.
KI-Illustration zum Thema: Rente mit 89: Arbeitgeber bietet schon mal Homeoffice auf dem Friedhof an
KI-generierte redaktionelle Illustration. Kein tatsächliches Ereignis.

Im fiktiven Betrieb Dauerlauf & Söhne ist die Debatte über längeres Arbeiten endlich konstruktiv geworden. Statt über ein Rentenalter zu streiten, hat die Personalabteilung eine Stelle geschaffen, die sich vollständig mit der Ewigkeit vereinbaren lässt. "Wir denken Arbeit vom Menschen her", erklärt die erfundene Personalchefin Vera Weiter. "Deshalb kann sein Aufenthaltsort künftig ziemlich flexibel sein."

Die Ausschreibung verlangt Belastbarkeit, Teamgeist und die Bereitschaft, auch nach dem letzten Lebensabschnitt noch kurz in ein Meeting zu kommen. Eine Grabpflege-Flatrate gehört zum Benefits-Paket. Der Obstkorb bleibt im Büro, damit die Unternehmenskultur nicht verwässert. Wer sich wegen eingeschränkter Erreichbarkeit Sorgen macht, erhält einen WLAN-Repeater in geschmackvollem Granit.

Der Betriebsrat hat Verbesserungen ausgehandelt: Für die Trauerfeier wird eine bezahlte halbe Stunde gewährt, sofern sie nicht mit dem täglichen Stand-up kollidiert. Hinterbliebene dürfen den Account übernehmen, müssen aber zunächst die verpflichtende Datenschutzschulung absolvieren. "Das ist doch eine echte Generationenlösung", heißt es aus der Personalabteilung.

Der 62-jährige Mitarbeiter Udo Feierabend hat vorsorglich seinen Urlaubsantrag für 2053 eingereicht. Er wurde abgelehnt. Im System steht: "Zu weit im Voraus." Sein Rentenantrag wurde aus demselben Grund abgelehnt.

Zur Titelseite