Meeting hätte E-Mail sein können, E-Mail hätte Stille sein können
Beteiligte sprechen von der größten Kommunikationslücke seit der Erfindung des Wortes „Synergie“.
Konferenzraum B (dwh) – Nach neunzig Minuten Besprechung ist ein Team zu einer wegweisenden Erkenntnis gekommen: Das Meeting hätte eine E-Mail sein können. Die E-Mail, so die einhellige Meinung, hätte allerdings ebenfalls entfallen können, weil sich ohnehin niemand daran halten wollte.
„Wir haben jetzt Klarheit, dass wir uns noch einmal treffen müssen“, sagte die Moderatorin und teilte ein Dokument mit dem Titel „Nächste Schritte (final_v7_wirklichfinal)“. Als Aufgabe für die kommende Woche wurde die Terminfindung für das nächste Meeting festgelegt, in dem über das Ergebnis dieses Meetings gesprochen werden soll.
Die Beteiligten zeigten sich zufrieden. Man habe viel gesprochen, vieles gehört, nichts verstanden. Ein klassischer Montag.
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